Über mich

Wer ist eigentlich Madame Preacher?

Bürgerlicher Name: Berenike Brehm
Pfarrerin der württembergischen Landeskirche
Von März 2017 bis Januar 2020 Pfarrerin in Zang und Königsbronn
Seit Februar 2020 Pfarrerin in Jesingen (Kirchheim/Teck)


Wie kam Madame Preacher dazu Pfarrerin zu werden?

Schon als Kind wollte ich mich nie mit einfachen Antworten zufriedengeben. Das Gespräch über den Glauben hat bei uns zuhause am Esstisch auch immer ganz natürlich dazugehört. Da wurde schon mal mit Spaghetti im Mund über die Präsenz Christi beim Abendmahl diskutiert. Als meine Familie dann in eine Freikirche ging, wurden meine Fragen von den dortigen Leitern ziemlich kritisch gesehen. Statt Antworten zu bekommen, wurde mein Glaube in Frage gestellt und ich blieb mit vielen Fragezeichen zurück. Unter anderem deshalb habe ich begonnen Theologie zu studieren. Von Anfang hat mir das Studium sehr viel Freude gemacht und ich war mit Eifer dabei. Zunächst habe ich in Tübingen studiert, dann in Kiel – als „Auslandssemester“ sozusagen. Dabei habe ich vor allem eine Erfahrung gemacht: Glaube macht frei und Gott liebt uns, so wir nunmal sind! Das wollte ich richtig gerne weitergeben. Also bin ich Pfarrerin geworden.

Was prägt Madame Preacher?

Die Erfahrung, dass Gott mein Herz weit macht – oder wie es Psalm 31 ausdrückt, dass er meine Füße auf weiten Raum stellt. Der Vers steht auch in meinem Kalender. Als Erinnerung, dass Gott auch im engsten Terminplan Freiräume schaffen kann. Gott hat mir einfach immer wieder gezeigt, dass er Räume öffnet, wo ich keine vermutet hätte. Etwa in meiner kurzen, aber sehr eindrucksvollen Zeit in Norwegen. Dort habe ich das Christentum auf norwegische und auf spirituell-pilgernde Art kennengelernt, denn ich war am Olafsweg für die Betreuung von vorbeikommenden Pilgern verantwortlich und kümmerte mich jeden Tag um eine kleine Kirche in den Bergen. Diese Zeit der Stille und der Einsamkeit (beziehungsweise Zweisamkeit mit meinem Mann) hat einen sehr bleibenden Eindruck in mir hinterlassen. Dieser Erfahrung und auch anderen Themen, die mir am Herzen liegen, widme ich gerne Tattoos – die feinen schwarzen Linien in der Haut gehören also auch zu mir.

Was macht Madame Preacher in ihrer Freizeit?

Ganz unterschiedliche Sachen. Den meisten gemeinsam ist: Ich bin gerne unterwegs. Manchmal mache ich zwar auch gerne zu Hause ein Puzzle, zeichne oder backe. Aber meistens zieht es mich irgendwo hin: Zum Wandern, weil ich gerne neue Orte und vor allem die Weite der Welt erlebe. Oder auf Konzerte, weil ich eben nicht nur Pfarrerin, sondern auch von Herzen auch Metalhead bin. Oder zu Besuch bei Freunden oder Familie, weil ich mich gerne mit anderen mir lieben Menschen austausche. Oder es geht mit dem VW-Bus los. Bisher meistens in den Norden. Mit dabei sind dabei immer unsere beiden Hunde Arkos, ein Mini Aussie, und Chili, eine Lapinporokoira.